Klimatechnik
In der Klimatechnik sind die Auswahlkriterien der verschiedenen Bauarten von Verdichtern, Kondensatoren, Verdampfern und Kältemitteln sowie deren Transportmedium (Kältemittel, Kaltwasser o. ä.) noch umfangreicher bzw. entscheidender als in der Heizungstechnik. Eine Klima- bzw. Kälteanlage muss, was die Kühlung von Räumen in denen sich Personen aufhalten, mit vielen unangenehmen Einflüssen die auf den menschlichen Körper einwirken zurecht kommen. Die Veränderung von Luftgeschwindigkeiten und Luftfeuchtigkeit sowie extreme Temperaturunterschiede haben bei den meisten Klimaanlagen ein schlechtes Image hinterlassen.
Warum ?
Nun der menschliche Körper bzw. dessen Empfinden ist schlecht in physikalische Größen zu fassen. Dies bedeutet, dass sich ein Mensch, je nach Empfinden in einem Raum wohl fühlt, in dem sich andere Menschen nicht gerne aufhalten würden. Aus diesem Grund können Klimatechniker auf gewisse Kenngrößen bzw. Grenzwerte zurückgreifen, sind jedoch auf detaillierte Angaben und Wünsche von Seiten des Bauherren angewiesen. Kleinste Änderungen zwischen Planung und Ausführung haben sehr starke Auswirkungen.
Bspw. eine äußere Beschattung wurde eingespart, bei verspiegelten Isoliergläser wurde die Verspiegelung eingespart, der Raum wird nicht von 2 Personen sondern von 8 Personen genutzt, die Beleuchtungsanlage wurde nicht an die Abluftanlage angeschlossen usw. Bei allen diesen Änderungen wird die Klimaanlage nicht ausreichen funktionieren wenn nicht eine Anpassung stattfindet.
Nicht selten kommt es vor, dass man als Klimatechniker das optimale Raumklima plant, dieser Aufwand jedoch für den Bauherren zu groß erscheint und letzten Endes eine billigere Kompromisslösung zum Einsatz kommt. Hier möchte ich ganz deutlich zum Ausdruck bringen;
Eine Klimaanlage ist, wenn diese optimal funktioniert, nur mit erheblichem finanziellen Aufwand zu installieren und zu betreiben. Mit jeder Einsparung verliert das Raumklima zum Teil gesundheitsrelevante Bestandteile. (zu trockene Luft, zu kalte Luft, Zugerscheinung, führen in den meisten Fällen zu Erkältungen, Rheumabeschwerden, Allergien, Juckreiz und vielem mehr.
Auch die kleinsten Kälteaggregate wie bspw. fahrbare Luftkühler gehören zur Klimatechnik, da diese das Raumklima verändern. Ob der Einsatz solcher oder anderer Aggregate sinnvoll ist oder nicht, muss von Fall zu Fall untersucht werden.
Aus energietechnischer Sicht ist es ratsam, gründlich über eine Klimatisierung nachzudenken.
Kälte kann nicht erzeugt werden ! Kälte entsteht durch Entzug von Wärme !
Dies bedeutet ein relativ hoher Aufwand muss betrieben werden, um Kälte entstehen zu lassen. Zum Einen wird die Wärme aus dem zu kühlenden Medium entzogen zum Anderen entsteht bei dem Betrieb von derartigen Aggregaten zusätzliche Wärme die abgeführt werden muss. Letzten Endes kommt noch hinzu das meist dann, wenn gekühlt werden soll auch die Umgebung stark erhitzt ist.
Wohin also mit der überschüssigen Wärme ?
Als Faustregel kann man sagen:
Zur Kühlung muss 3 x soviel Energie aufgewandt werden als zur Beheizung des selben Raumes.
Ist es nicht wichtig darüber nachzudenken, wie man diese überschüssige Energie nutzen, reduzieren oder vermeiden kann ?
Das Ergebnis dieses Nachdenkens entscheidet über die Art und Weiser der sinnvollen und optimalen Kühlung.
Wir denken mit Ihnen darüber nach !